Ortlerrunde im Transalp-Stil
Frei nach Jules Vernes Romanfigur Phileas Fogg (In 80 Tagen um die Welt) haben wir in 8 Tagen unseren höchsten südtiroler Berg umrundet.
Fürwahr ein abenteuerliches Unterfangen mit diversen Höhen und Tiefen und oft genug am Rande des für uns gerade noch Machbaren.
Deshalb diesmal ausnahmsweise die Fakten in Zahlen vorweg: 8750hm und 232km, an 4 Regentagen und 4 Tagen mit brauchbarem Wetter. 5 Übergänge oberhalb von 2500m Seehöhe. Höchster erreichter Punkt: 3005m, Tiefsttemperatur während der Fahrt 3°C, Schneefallgrenze: 2800m.
Über 50% der Strecke auf Trails mit täglich bis zu 500hm VSS. und weniger als 5% auf Asfalt
Mit dabei: Brigitte+Paul, Martin, Benno, Hermann, Andy+i.
Die Route in groben Zügen: Start in Meran, Ankunft in Mals: Übers Ultental ins Rabbital, weiter ins Val di Sole, übern Tonale und den Gavia zum Passo Zebru, über Bormio zum Lago di Cancano und schließlich von hinten hinauf aufs Stilfserjoch und als Finale am Goldseetrail hinunter bis Glurns. Den Teil übers Madritschjoch hatten wir schon sozusagen vorweggenommen (siehe eigenen Bericht).
Aber genug der Fakten, lassen wir die Runde in Bildern Reveu passieren:
1. Teil: Drei Tage im Regen und trotzdem alles nach Plan
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Am ersten Tag mit freundlicher Unterstützung der Landler Berggamsn |
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Am Ansteig zum Vigiljoch |
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Rauher Weg unterm RauhenBühel |
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Kein schönes Bild aber es verdeutlicht die Wetterverhältnisse |
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1. Einkehr... |
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...bei der FalkomaiAlm: alles in deutscher Hand |
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Die extremste Situation der Woche: Mitten im Gewitter... |
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...eine gefährliche Kletterpartie |
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Nach der Ankunft im hintersten Ulten: Mensch und Maschine klatschnass |
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Am nächsten Tag. Halbmittag bei der Kirchberg-Kaser-Sophie |
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1x tgl: VS., oder den Gigg am Rücken |
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Unterm RabbiJoch |
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Kurze Erfrischung auf 2500m |
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Gruppenbild mit Wirtin am nächsten Morgen |
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Erste Panne gleich nach der Hütte |
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Schöne Trails hinterm RabbiJoch... |
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..leider ziemlich nass.. |
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...also mit Vorsicht zu befahren |
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Zwischenwaschstopp im Rabbital |
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Langer steiler Aufstieg im Regen zur CercenAlm
mit zwischenzeitlich etwas Unterstützung |
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nach 1300hm im Regen: am Passo Cercen (2620m) |
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Schaut schlimm aus, war aber ein Späßchen der Sonderklasse... |
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die feuchtfröhliche Abfahrt vom Cercen... |
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1500 TrailTiefenmeter am Stück... |
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..bis die Technik streikte |
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Einer hatte mit den Bedingungen seine bedingungslose Freude |
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Bike und Rider: in der Waschstrasse |
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Am Abend des 3. Tages: vorläufiges Ende der Regenzeit |
2. Teil: Auf versteckten Pfaden in der Alta Valtellina
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Oberhalb vom TonalePass |
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Aufstieg zur AltaViaCamuna... |
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..einem noch weitgehend unbekannten PureFlowTrack.. |
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..oberhalb von Ponte di Legno |
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1000 Tiefenmeter Graspiste.. |
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...bis zu den Pizzoccheri beim Ristoro am Fuße der GaviaPasstrasse |
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Nach einer Übernachtung in einem typischen TransalpBikersInn
im Örtchen Pezzo am Fuße des Montozzo bei Giusy&Virginia |
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Der 4. Regentag startet am GaviaPass... |
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..und führt uns am ausgesetzten Trail,
genannt "La Romantica" |
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.rechts von der Passtraße.
in langer Querfahrt und stetem Auf und Ab |
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..vorbei an so manchem Naturschauspiel mitten im Nationalpark.. |
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..hoch über S. Caterina di Valfurva.. |
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..bis hin zum Fornokessel.. |
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..und weiter zur 2700 m hoch gelegenen PizziniHütte |
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Start am nächsten Morgen unterhalb der Königsspitze |
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VSS mit CevedaleGletscherblick |
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Die Nebel kehren zurück |
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Am höchsten Punkt der Runde: Passo Zebru (3005m) |
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Was dann folgte war eine Abfahrt für Fortgeschrittene.. |
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...Wagemutige... |
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...und andere Spinner am Bike |
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Das unendlich lange Val Zebru |
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Ein grüner Punkt am Weg ins Irgendwo |
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Abseilen mit Bike |
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Geröllfahrt... |
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... mit Gletscherbachquerung |
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Highspeed auf schmalem Band |
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Edelweiss am Kopftuch und in Echt |
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Das Ergebnis nach dem Erlebnis: Wachkoma.. |
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...Regenerationsschläfchen... |
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..und totale Erschöpfung |
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Abendliche Ankunft am Lago di Cancano
nach finaler Steilfahrt von Bormio herauf. |
3 Teil: Finale grande am StilfserJoch
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Ein ähnliches Starterfoto gabs schon mal 2013:
Stöbern im Archiv lohnt sich |
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Eine erfahrene Transalplerin nach dem morgentlichen Los bei der Hütte:
Vollgepackt und noch etwas nachdenklich: was wartet heute wohl auf mich? |
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Ja Franzimaus, morgen ist Pappi wieder zu Hause |
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Aber noch wartet die letzte Herausforderung:
der Aufstieg zum Stilfserjoch |
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Am alten Militärweg die Wände hoch |
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..und dann in unzähligen Kehren immer höher,
so wie man den langezeit höchsten befahrbaren Alpenpass eben kennt |
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Blick von der Bochetta Forcola zu den letzten Zielen:
Umbrail und Stilfserjoch |
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Der ganz normale Wahnsinn am Joch |
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Aprebike in der Abendsonne am Tibethaus |
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Abendstimmung... |
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..und das darauffolgende Morgenlicht am Joch
Das Objekt unserer Reise endlich frei von allen Wolken |
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Es war also ein zeitiger Start gefragt |
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Letzte Abfahrt am Goldsee vorbei |
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Das unglaubliche Panorama verleitete uns immer wieder zum Anhalten.. |
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..denn am Trail waren Seitenblicke nicht erlaubt. |
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Dieser Weg ist nicht umsonst weitum bekannt in Bikerkreisen... |
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..aber er verlangt dem Fahrer alles ab... |
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..saubere Fahrtechnik, Konzentration, Mut zum Risiko und Schwindelfreiheit |
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Unglaublich steigerungsfähig und fehlerfrei unterwegs:
Hermann am für solches Gelände unterdimensionierten CC-Bike |
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Stundenlange Fahrt am unteren Teil des Trails.
Con marcia ridotta su falso piano... |
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..von Alm zu Alm... |
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..mit letztem Blick zu König Ortler und seinem Königsbruder |
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Schluß. Aus, Ende. Am Stadtplatz von Glurns |
Ortlerumrundung Video: https://www.youtube.com/watch?v=21UcZPtTfsA
Alles hat fast perfekt zusammengepasst: Truppe, Organisation, Strecke, Stimmung, Unterkünfte. Da hat auch das durchwachsene Wetter nur eine untergeordnete Rolle gespielt.
Danke an alle Beteiligten. Die Zeit wird kommen und wir ziehen wieder los mit unseren Bikes, beschäftigen uns wieder für ein paar Tage nur mit den Trails am Berg und lassen den ganzen Scheiß unter uns.
Bis dahin eine gute Zeit und...
Keep on biking.